Wohnverbund
Sozialpsychiatrische Suchtkrankenhilfe (SoSu)

  • Wer sind wir?
  • Wer wird betreut?
  • Akzeptierender Ansatz
  • Wie wir arbeiten
  • Was wollen wir erreichen?
  • Welche Angebote werden gemacht?
  • Wo wird geholfen?
  • Wie können Sie uns kennenlernen?

    Wer sind wir?

    bildweb8.jpg"Ich brauche meinen Körper noch!"

    Das dezentrale Ambulant Betreute Wohnen für Menschen mit chronischen Suchterkrankungen und Mehrfachschädigungen ist ein differenziertes Unterstützungsangebot der Eingliederungshilfe gem. §§ 53 ff Sozialgesetzbuch XII (Sozialhilfe). Im Mittelpunkt der sozialpsychiatrischen Suchtkrankenhilfe steht die Wiederherstellung, Stabilisierung und Besserung der Gesundheit und Lebensqualität der unserer NutzerInnen.
     
    Wer wird betreut?

    bildweb9_getty.jpg"Hier kann ich so sein wie ich bin."

    Zu uns kommen Menschen, die bereits seit Jahren von Alkohol oder Drogen abhängig sind und für die ein abstinentes Leben zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch kein Ziel darstellt. Unsere auf Schadensminimierung ausgerichtete Unterstützung richtet sich an Menschen, die in besonders riskanter Weise Alkohol oder illegale Drogen konsumieren, bereits körperlich und psychisch komplex geschädigt sind, umfassende Probleme in der Lebensbewältigung haben und meist in mehr oder minder ausgeprägtem sozialen Elend leben. Viele unserer NutzerInnen waren schon einmal wohnungslos und fast alle haben vielfach versucht, mit dem Trinken oder anderen Konsumformen aufzuhören. Ungefähr 50 Betroffene nutzen regelmäßig unsere Angebote.
     
    Akzeptierender Ansatz

    bildweb10.jpg"Ich werde akzeptiert wie ich bin."

    Wir akzeptieren, dass die Sucht zur Persönlichkeit unserer NutzerInnen gehört und dass es Menschen gibt, für die der missbräuchliche Konsum vor dem Hintergrund spezifischer Lebensproblematiken zentrale Funktionen erfüllt und eine subjektive Notwendigkeit darstellt. Deshalb ist das Erreichen einer dauerhaften Abstinenz zwar das hehre Ziel unsere Unterstützung, aber nicht Voraussetzung für eine Hilfegewährung. Wer sozialpsychiatrische Hilfen in der Sucht in Anspruch nehmen will, muss nicht unbedingt abstinent leben, um Unterstützung zu erhalten. Er muss nur bereit sein, an seiner Lebenssituation etwas zu ändern - und da geht es nach dem schlichten Überleben zunächst um die Verbesserung der Lebensqualität, von der eigenen Wohnung bis zur sinnvollen Beschäftigung.
    Vor jeder Entscheidung über die Akzeptanz und Kontrolle von Konsum wird auch nach Konsultation von Fachärzten eine sorgfältige Risikoabwägung vorgenommen, in deren Verlauf Schädigungsgrad, Funktionalität und medizinische Behandlungsmöglichkeiten geprüft werden.
     
    Wie wir arbeiten

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    JedeR NutzerIn unserer Hilfen arbeitet mit einer festen Bezugsperson zusammen, die vornehmlich für sie/ihn zuständig ist. Unsere Unterstützung orientiert sich an den individuellen Stärken, Fähigkeiten, Lebensumständen und Zielvorstellungen der Menschen, die zu uns kommen. Alle Angebote werden gemeinsam gestaltet und in einem Behandlungs- und Rehabilitationsplan unter Angabe von Zielen vereinbart. Die Betreuung kann sowohl eine kurzfristige Bearbeitung konkreter Schwierigkeiten auf dem Weg zur Selbstständigkeit beinhalten, als auch eine langfristige Begleitung in der Sucht darstellen, die ein Leben außerhalb von vollversorgenden Einrichtungen dauerhaft ermöglicht.
     
    Was wollen wir erreichen?

    bildweb12.jpg"Ich will meine Wohnung behalten."

    Da für eine Vielzahl von Betroffenen Abstinenz noch kein Ziel darstellt und es ihnen vor allem um eine Weiterentwicklung von Lebensqualität im Rahmen ihrer Möglichkeiten geht, sind sozialpsychiatrische Unterstützungsangebote in der Sucht zieloffen ausgerichtet. Dies bedeutet, dass unsere NutzerInnen nicht von vornherein auf das Ziel der Abstinenz festlegt werden, sondern mehrere Zieloptionen - unveränderte Fortführung des bisherigen Konsums, kontrolliert-reduzierter Konsum, zeitweise Abstinenz, dauerhafte Abstinenz - angeboten werden. Außerdem gehören auch strukturelle Aufgaben, z.B. Wohnraumbeschaffung oder Existenzsicherung, zu den Zielstellungen, denn für die meisten NutzerInnen ist es zunächst einmal wichtig, einen sicheren Ort zum Bleiben zu haben, an dem sie sich mit Unterstützung neu orientieren und Neues ausprobieren können.
     
    Welche Angebote werden gemacht?

    bildweb14.jpg"Nie mehr obdachlos sein."

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    Sozialpsychiatrische Suchtkrankenhilfe als eine um Risikominimierung bemühte Hilfeform ist vordergründig auf die Bewältigung praktischer Lebensprobleme zentriert. Es geht um Gesundheitsschutz und die Erfüllung primärer Bedürfnisse wie Wohnen, Hygiene und Ernährung. Neben der Besserung der Gesundheit, sozialer Integration und relativ eigenständiger Lebensweise steht die dauerhafte Reduzierung des Alkoholkonsums im Mittelpunkt.
    Alle Angebote orientieren sich an einer menschenwürdigen Lebensqualität und Zufriedenheit der NutzerInnen. Unter besonderer Berücksichtigung der bisherigen Biographie und bisheriger Lebensgewohnheiten tragen sie zur Befriedigung körperlicher, geistiger, sozialer und seelischer Bedürfnisse bei und bieten Hilfestellung in der Bewältigung von Lebenskrisen.
    Die Art der Hilfe richtet sich nach dem individuellen Bedarf und kann Unterstützung, Beratung und Anleitung in verschiedenen Bereichen umfassen:
    • Unterstützung im Umgang mit der Suchterkrankung und ihren Folgen
    • Beratung und Erarbeitung eines individuellen Ausstiegskonzeptes
    • Hilfe im Umgang mit Entzugserscheinungen und deren Vermeidung
    • Abschluss von Vereinbarungen zum risikoarmen Konsum und deren Kontrolle
    • Vermittlung risikobewusster Gebrauchsregeln
    • Rückfallprävention- und Aufarbeitung
    • Einübung von Verhaltensänderungen
    • regelmäßige Gespräche und Kontakte mit der Bezugsbetreuerin
    • Psychosozialer Krisendienst mit 24-stündiger Erreichbarkeit
    • Hilfe bei der Inanspruchnahme psychiatrischer Hilfen
    • Beratung im Umgang mit finanziellen Mitteln, wenn erforderlich auch Geldverwaltung
    • Beratung, Unterstützung und Begleitung bei Behördenangelegenheiten
    • Lebenspraktische und pflegerische Hilfen im Alltag
    • Hilfe zur Aufnahme und Gestaltung sozialer Beziehungen
    • Beratung in Partnerschafts- und Erziehungsfragen
    • Konfliktbewältigung
    • Freizeitgestaltung, gemeinsame Reisen
    • Vermittlung von Wohnungen und Wohngemeinschaftsplätzen
    • Vermittlung in tagesstrukturierende Angebote
    • Vermittlung in arbeitstherapeutische Angebote und Zuverdienst
    • Hilfe bei der Suche und Aufnahme einer Beschäftigung oder Arbeit

     
    Wo wird geholfen?

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    Unsere NutzerInnen leben in (eigenen) Wohnungen oder weitgehend selbst organisierten Wohngemeinschaften. In Gemeinschaften leben in der Regel drei Personen zusammen, jedeR BewohnerIn hat ein eigenes Zimmer.
    Die Hilfe wird aufsuchend oder an den verschiedenen dezentralen Standorten des Betreuten Wohnens erbracht.
    Es werden Hausbesuche vereinbart. Darüber hinaus finden Einzelkontakte und Gruppenangebote ein- oder mehrmals wöchentlich statt.
     
    Wie können Sie uns kennenlernen? Wenn Sie sich für unsere Angebote interessieren, können wir telefonisch einen Termin abstimmen. Sie können aber auch unser offenes Beratungsangebot nutzen.
     

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