Dierkower Höhe

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Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

  • Was umfasst das Tätigkeitsfeld der tagesklinischen kinder- und jugend- psychiatrischen Behandlung?
  • Was ist das Charakteristische an der tagesklinischen Behandlung?
  • Welche Leistungsangebote beinhaltet unsere therapeutische Arbeit?
  • Welches Setting umfasst der Tagesklinik-Aufenthalt?
  • Wer wird aufgenommen?
  • Wie und wann erfolgt die Aufnahme?
  • Welche Voraussetzungen müssen die Kinder und Jugendlichen mitbringen?
  • Wann ist eine tagesklinische Behandlung nicht möglich?

    Was umfasst das
    Tätigkeitsfeld der
    tagesklinischen
    kinder- und jugend-
    psychiatrischen Behandlung?
    Das Tätigkeitsfeld umfaßt multiprofessionelle Mehrebenendiagnostik, Diagnostik und Therapie von psychischen, psychosomatischen und neuropsychiatrischen Störungen im Kindes- und Jugendalter.
     
    Was ist das Charakteristische an der tagesklinischen Behandlung?

    Die tagesklinische Behandlung ist gekennzeichnet durch:
    • ein multiprofessionelles Team, das sich aus Fachärzten, Psychologen, Psychotherapeuten, Pädagogen, Erziehern und Krankenschwestern zusammen setzt,
    • eine hohe Therapiedichte und ein flexibles Behandlungsprogramm, welches die wichtigsten diagnostischen, medizinischen, psychiatrischen, psychotherapeutischen, (heil-)pädagogischen und psychosozialen Therapiemodalitäten umfasst,
    • das tägliche Einbeziehen der realen Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen und somit Bildung eines Mesosystems zwischen Therapie- und Realraum,
    • Bearbeitung sozialpsychiatrischer Aufgabenstellungen mit intensiver Vernetzung von mehreren Hilfesystemen.
     
    Welche Leistungsangebote beinhaltet unsere therapeutische Arbeit?

    Unser Angebot umfaßt:
    • Komplexe schulenübergreifende Psychotherapie (tiefenpsychologisch, verhaltenstherapeutisch, systemisch, körper- und gestaltungstherapeutisch) mit verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt als Einzel-, Gruppen- und Familientherapie bzw. patientenzentrierte Elterntherapie und Eltern-Kind-Programme wie z.B. soziales Kompetenztraining, interaktionelle Gruppentherapie, Konfliktlösungstraining, Stressmanagement, Alltagstraining, patientenzentrierte Kleingruppenarbeit, Elterngruppen,
    • Frühinterventionsprogramme,
    • Psychoedukationsprogramme,
    • Eltern-/Bezugspersonen-Beratung,
    • Beratung von Institutionen und Bezugssystemen der Patienten,
    • Klinische Hypnose,
    • Autogenes Training, progressive Muskelrelaxation, meditative Techniken, Biofeedback,
    • Katatymes Bilderleben,
    • Spieltherapie,
    • Theatertherapie,
    • Sprachtherapie,
    • Ergotherapie (einschl. Sensorische Integration),
    • Soziotherapie,
    • Musiktherapie,
    • Bewegungs-/Mototherapie,
    • Kunsttherapie unterschiedlicher Schulen (analytisch/systemisch),
    • Milieutherapie,
    • Heilpädagogische Betreuung,
    • Sport/Aquatherapie.
     
    Welches Setting umfasst der Tagesklinik-Aufenthalt?

    Der Aufenthalt in der Tagesklinik umfaßt folgendes Setting:
    • Diagnostikphase:
      multiprofessionelle Mehrebenendiagnostik einschließlich laborchemischer und apparativer (EKG, EEG, evozierte Potentiale, CT, MRT) sowie anderer fachärztlicher (HNO, Augen-, Kinderheilkunde) Untersuchungen
    • Therapiephase:
      Unsere Patienten werden in ein komplexpsychotherapeutisches System mit verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt integriert.
    • Wir streben an, dass sich die Kinder und Jugendlichen als Teil einer sozialen Gemeinschaft im geschützten Raum der Tagesklinik erleben und tragfähige Beziehungsangebote durch das therapeutische Team erhalten.
    • Wir wollen durch die therapeutischen und pädagogischen Interventionen Reifungs- und Entwicklungsprozesse anregen, kranke Muster erkennbar machen und lebensnahe Musterbildungen entwickeln helfen, die unsere Patienten befähigen, ihr Selbstbild zu stärken und altersgerechte soziale Kompetenzen zu entwickeln.
    • Essentiell ist die familientherapeutische Arbeit, die Arbeit nach Eltern-Kind-Programmen sowie die Einbeziehung anderer Bezugssysteme (Beratungsstellen, Jugendämter, niedergelassene Ärzte etc.).
    • Wir wollen Kinder, Jugendliche und Eltern so einbeziehen, dass sie sich gleichwertig in den therapeutischen Prozess eingebunden fühlen.
    • Für jeden Patienten (einschl. Bezugssystem) wird ein individueller Therapieplan mit festgelegten Therapiezielen erarbeitet. Jeder Patient arbeitet nach seinem strukturierten Arbeits- und Wochenplan.

     
    Wer wird aufgenommen?

    Zu uns kommen Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 18 (21) Jahren aus Rostock und einem Umkreis von 50 km. Es wird in gemischten, d.h. in nicht geschlechtsspezifischen Gruppen gearbeitet.
    Die Tagesklinik gliedert sich in drei Stationen:
    • Kleinkind/Vorschulstation (0 bis 6 Jahre)
    • Kinderstation (6 bis 13 Jahre)
    • Jugendstation (14 bis 18 (21) Jahre)

     
    Wie und wann erfolgt die Aufnahme?

    Aufnahmekriterien richten sich nach der Diagnosestellung der ICD 10.
    • Basis der Aufnahme bildet die Überweisung aus der Institutsambulanz, von niedergelassenen Ärzten/Psychologen oder sie erfolgt auf Anraten/Empfehlung von psychologisch, psychotherapeutisch und pädagogisch Tätigen.
      Nach Vorgesprächen mit den Ärzten und Psychologen in unserer Klinik wird in einem Aufnahmeteam geprüft, ob eine teilstationäre Behandlung möglich ist.
    • Nach einer stationären kinder- und jugendpsychiatrischen Behandlung, um die schrittweise Integration in den Alltag (Realraum) besser zu ermöglichen.

     
    Welche Voraussetzungen müssen die Kinder und Jugendlichen mitbringen? Es können nur Kinder und Jugendliche aufgenommen werden,
    • deren Familien (Heime, Wohngruppen) einen verläßlichen Bezugsrahmen bieten, in dem Kooperationsbereitschaft und Problembewußtsein entwickelt sind,
    • wenn ein Veränderungswunsch seitens der Patienten und ihrer Bezugspersonen gegeben ist.

     
    Wann ist eine tagesklinische Behandlung nicht möglich? Eine tagesklinische Behandlung ist nicht möglich:
    • wenn sich die Kinder und Jugendlichen emotional bereits soweit vom Elternhaus / den Bezugspersonen gelöst haben oder verwahrlost sind, und sie sich nicht mehr in einen klar strukturierten Tagesablauf einfügen können.
    • wenn Kinder bzw. Jugendliche stoffgebundene Suchterkrankungen haben und hochgradig akut suizidal gefährdet sind.
    • Desweiteren kann keine Therapie unter geschützten Bedingungen (nach PsychKG, § 42.3 SGB VIII, § 1631b BGB) angeboten werden.

     

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