Psychiatrische Tageskliniken

Tagesklinik für Psychiatrie/Psychotherapie

  • Konzept
  • Versorgungsgebiet
  • Die Einrichtung
  • Therapieziel
  • Regionale Vernetzung

    Konzept

    In der Tagesklinik werden Patienten mit Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis, depressiven Erkrankungen, Angst- und Zwangsstörungen, somatoformen Störungen, Persönlichkeitsstörungen und Belastungs- und Anpassungsstörungen behandelt.
    Die medikamentöse, sozio- und psychotherapeutische Behandlung ist für Patienten geeignet, für die
    • eine ambulante Behandlung durch den niedergelassenen Nervenarzt nicht mehr ausreichend,
    • eine vollstationäre psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung noch nicht oder nicht mehr nötig ist.
    Patienten mit Suizidalität, primärer Suchtproblematik, schwerwiegenden hirnorganischen Veränderungen oder lebensbedrohlichen Essstörungen können in diesem Rahmen nicht behandelt werden.
    Die teilstationäre Therapieform bietet den psychisch
    Kranken eine offene Behandlung an fünf Tagen in der Woche.
    Den Abend, die Nacht und das Wochenende verbringen die Patienten in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld.
     
    Versorgungsgebiet Die Tagesklinik ist für Patienten aus dem Stadtgebiet Rostock und dem Landkreis Doberan zuständig. Die Zuweisung der Patienten erfolgt entweder durch Übernahme aus einem Krankenhaus oder durch Überweisung niedergelassener Nervenärzte. Kostenträger sind die Krankenkassen.
     
    Die Einrichtung

    Die Tagesklinik verfügt über 26 Behandlungsplätze und ist in zwei Stationen aufgeteilt. Die Aufnahme der Patienten kann nur auf freiwilliger Basis erfolgen. Erster Anlaufpunkt für den Patienten ist der ambulante Nervenarzt oder Klinikarzt, der die Aufnahme mit einem Klinikeinweisungsschein veranlaßt. Nach einem Vorgespräch in der Tagesklinik wird der Aufnahmetermin festgelegt. Die Behandlungsdauer kann individuell unterschiedlich sein, wird im Durchschnitt aber 6 bis 10 Wochen andauern.
    Die Klinik ist werktags von 8.00 bis 16.30 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen sowie am Wochenende findet keine Therapie statt.
     
    Therapieziel

    Durch die Behandlungsmaßnahmen wird größtmögliche Symptomreduzierung, eine Stabilisierung der Persönlichkeit und stufenweise Reintegration in den Beruf und das soziale Umfeld angestrebt. Der vor allem verhaltenstherapeutisch ausgelegte Ansatz der Behandlung umfasst ein breites Spektrum verschiedener therapeutischer Methoden unter ständiger ärztlicher Leitung. Auf Grundlage einer ganzheitlichen Sichtweise, die sowohl die psychische, die somatische als auch die soziale Situation berücksichtigt, orientiert sich der Behandlungsplan an der besonderen Situation des Patienten. Der multimodale Behandlungsansatz beinhaltet nach eingehender Diagnostik die Gruppenpsychotherapie, Einzelgesprächstherapie und medikamentöse Therapie. Das Angebot der Tagesklinik umfasst:
    • Verhaltenstherapien,
    • Musiktherapie,
    • Bewegungstherapie,
    • Sozio- und Ergotherapie,
    • Entspannungstherapien (autogenes Training oder Muskelentspannung),
    • Gruppengespräche,
    • Kognitives Training,
    • Psychoedukative Gruppen.
    Ergänzt wird das Behandlungsangebot durch die Arbeit mit Angehörigen und in der Selbsthilfegruppe.
     
    Regionale Vernetzung

    Das Team der Tagesklinik arbeitet mit den vorhandenen Einrichtungen in der Region zusammen, um die flächendeckende, wohnortnahe psychiatrische und psychosoziale Versorgung der Patienten zu unterstützen.
    Enge Kontakte bestehen mit dem Zentrum für Nervenheilkunde der Universität Rostock, Klinik für Psychiatrie/Psychotherapie, den niedergelassenen Nervenärzten und dem Sozialpsychiatrischen Dienst der Versorgungsregion.
     

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